Die Poesie in Johann Wolfgang Goethes Spätwerk „West-östlicher Divan“ ist ein zentraler Bestandteil dieser interkulturellen Konzert-Lesung. Abend- und morgenländische Musik Kulturen erklingen vom afghanischen Nationalinstrument Rubab und Percussion bis zu Gitarre und Klavier.
Persische Meister-Musiker, eingeladen von Zabih Hidayat aus Mölln– einem erfahrenen Künstler sufistischen Gesangs – treffen auf abendländische Musiktraditionen und auf Ausschnitte aus Goethes vielfältigem Buch, das Kulturen scheinbar mühelos verbindet. Ein anregend-genüsslicher Abend zwischen Abend- und Morgenland, Tradition und Moderne, Musik und Literatur.
Wegen des großen Interesses an dieser Veranstaltung im Januar in Mölln wird sie im südlichen Kreisgebiet wiederholt.

Zabih Hidayat wurde 1986 in Kunduz, Afghanistan, geboren. Aufgrund der politischen und sozialen Instabilität in seiner Heimat verbrachte er Teile seines Lebens als Migrant in Pakistan, Indien, der Türkei und im Iran. Neben
einem Wirtschaftsstudium ist sein Leben geprägt von einem leidenschaftlichen Interesse an Musik und kulturellen Initiativen. Er gründete die erste Sufi-Rock-Band Afghanistans und verband traditionelle Spiritualität mit modernen Klängen.
Khayrullo Dadoboev stammt aus Tadschikistan und spielt seit seiner frühen Kindheit auf der traditionellen Rahmentrommel ‚Doyra‘. Seine professionelle Virtuosität machte ihn zum gern gesehenen Gast vielen
Projekten und auf internationalen Festivals.
Ahmad Shoaib Haidary lebt seit acht Jahren in Deutschland. Derzeit arbeitet er in einem Krankenhaus in Wiesbaden. Schon in Afghanistan komponierte er und widmete sich mit professionellem Anspruch der Gitarre.
Anna Bertram ist eine vielseitige Musikerin, die nach ihrem Musikstudium als Solistin und in verschiedenen Projekten von Klassik bis Jazz sowie als Theatermusikerin brilliert. Peter Köhler ist ebenfalls in vielen Stilistiken und Projekten zuhause, u.a. zusammen mit Jörg Geschke im Duo „Ten Strings“ – gemeinsam werden die drei Musiker aus der Region abendländische Traditionen erklingen lassen.